Heidenheimer Zeitung 15.02.06
Das panegazza consort ulm gab ein anmutiges, berührendes Konzert mit
italienischen Liedern aus dem Frühbarock. .... Mit großem
Elan und Klangsinnlichkeit .... verstanden sie es, die
Aufführungspraxis der damaligen Zeit neu zu präsentieren
und dabei längst vergessen geglaubte musikalische Schätze
wieder erlebbar zu machen.
Südwest Presse 12.07.2006, Susanne Rudolph
Alte Musik ganz frisch ... Zu erleben war das ... mit den versierten
Profis des Panegazza Consorts, das sich der Improvisationspraxis des
16./17.Jahrhunderts auf hinreißende Weise bemächtigte. ...
Die Sopranistin Judith Adamietz betörte mit schlichter
Natürlichkeit, endlos schwebenden Melismen und ausgefeilten
Verzierungen. Dazu der inspirierte Dialog mit dem schönen
Blockflötenton Elisabeth Haselbergers, die reizvolle Kombination
der Begleitinstrumente... Fast entstand da etwas wie ein barockes
Jazz-Feeling. Und ....war am Ende, nach Monteverdis ungemein lebendig
gestalteten „Laudate Dominum“ überzeugt: Der große
Herzensbeweger hätte seine helle Freude daran gehabt. Das
begeistert applaudierende Publikum hatte sie auch.
Schwarzwälder Bote, 31.07.2006
Judith Adamietz, Gesang, Elisabeth Haselberger, Blockflöten, Friederike
Baumgärtel, Viola da Gamba, Konstanze Ihle, Perkussion und Frank
Schmitt Laute, Theorbe verströmten zauberhafte Musik, die zu
Herzen ging. Judith Adamietz, mit hellem Sopran, immer rein und klar, an dem nichts
auszusetzen war und die Instrumentalisten bewiesen bei der Begleitung
und ihn Ihren Solobeiträgen hohes Können.
Badische Zeitung: 01.08.06, Frau Roswitha Frey
Alte Musik voller Leben ... Besonders ausdrucksvoll gestaltete die
Sängerin die Psalmvertonung „Laudate dominum“ des ersten
großen Musikdramatikers Monteverdi, ein Lob Gottes, das durch
die instrumentale Begleitung ungemein farbig ausgeschmückt
klang.Bei der vitalen Wiedergabe pulsierte immer ein Stück sinnenfreudiges
Italien mit. ... Gerade die Tanzsätze klangen ausgelassen und
fröhlich, voller Verve und Schwung, aber immer klar
durchstrukturiert.
Augsburger Allgemeine: 07.11.2007, Frau Andrea Stölzle
"Wenn Amors Pfeile treffen...", hieß der Titel des Abends, und bei diesem Thema konnte sich ein jeder
seine ganz individuellen Gedanken machen. Mitreißend war die Musik allemal, spielerisch und tänzerisch ebenso,
kleine, barocke Meisterwerke mit dem heißblütigen Charme des Südens.(...)
Das Panegazza Consort verbindet virtuos und frech alt mit neu,
traut sich an unerhörte Eigenbearbeitungen, bringt moderne Einflüsse harmonisch mit zum Klingen,
so wie etwa die Perkussion - sinnlich zelebriert mit einem Hauch aus 1001 Nacht von Kambiz Yaghmaei,
einem waschechten Perser.
Das Geheimnis des Panegazza Consorts ist schnell umrissen: Die Künstler ergänzen sich aufs Vortrefflichste
und setzen sich als hoch begabte Solisten mit großer Spielfreude ins Szene.(...)
Die Liebeslieder aus Italien und Spanien boten reichlich Terrain für facetten- und temporeiches Improvisieren
und Ausschmücken. Besonders schön verstand es Sopranistin Judith Adamietz, mit feinsten Koloraturen zu glänzen,
die vor allem die Musik eines Giulio Caccini adeln. In seinen Liedern liegt die ganze Virtuosität der Alten Musik
und wer hier brilliert, ist, fürwahr, seines Kunst-Stimmwerkes Meister.
Ebenfalls Meister ihres Faches sind Flötistin Elisabeth Haselberger, die zu Beispiel in dem Solostück
"When Daphne did from Phoebus Fly" (Jakob van Eyck, 1590-1657) den Raum erfüllte,
sowie Friederike Baumgärtel (Viola da Gamba, Barockcello) und Frank Schmitt an Theorbe und Laute.
Ihnen zuzuhören, ist eine Freude. Und um im geflügelten Wort des Abends der Musiker zu bleiben:
Wiederholung, bitte!
Mindelheimer Zeitung: 14.06.2008
"So frei wie der Spatz (italienisch "panegazza") musizierte das fünfköpfige Consort. ...Höhepunkt war das
improvisierte Alleluja aus dem Hit der Renaissancemusik Susane un jour,...
eine hochdramatische Audeutung mit emotionalen Phrasierungen. ...
Ein musikalisch geglücktes, überzeugendes "Experiment", das von den Zuhörern
in der Wiederholung als Zugabe bejublet wurde."
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